Malware & Rootkit-Scan: rkhunter und ClamAV Anleitung
Schützen Sie Ihren Linux-Server vor Malware und Rootkits. rkhunter und ClamAV Installation, Scan-Konfiguration, Ergebnisinterpretation, geplante Scans und Incident-Response-Anleitung.
Umfassender Vergleich von iptables und nftables, nftables-Syntax, Migrationsanleitung, häufige Regeläquivalente und wann welches Firewall-Tool verwendet werden sollte.
Jahrelang war iptables das Standard-Tool für Paketfilterung unter Linux. nftables ist jedoch seit 2014 im Linux-Kernel enthalten und ersetzt iptables in modernen Distributionen. Diese Anleitung vergleicht beide Tools, erklärt die nftables-Syntax und führt Sie durch die Migration.
| Merkmal | iptables | nftables |
|---|---|---|
| Erste Version | 1998 | 2014 |
| Syntax | Komplex, inkonsistent | Konsistent, lesbar |
| IPv4/IPv6 | Separate Tools | Einzelnes Tool |
| Leistung | Regelweise Auswertung | Optimiert |
| Atomare Updates | Nein | Ja |
| Standard (Ubuntu 20.04+) | Nein | Ja |
| Standard (Debian 10+) | Nein | Ja |
# Aktuelle iptables-Regeln anzeigen
sudo iptables -L -n -v
sudo iptables -L -n -v --line-numbers
# Grundlegende Regeln
sudo iptables -A INPUT -p tcp --dport 22 -j ACCEPT
sudo iptables -A INPUT -p tcp --dport 80 -j ACCEPT
sudo iptables -A INPUT -p tcp --dport 443 -j ACCEPT
sudo iptables -A INPUT -m state --state ESTABLISHED,RELATED -j ACCEPT
sudo iptables -P INPUT DROP
# Regeln speichern
sudo iptables-save > /etc/iptables/rules.v4
In nftables ist die Struktur: Tabelle → Kette → Regel
# nftables installieren
sudo apt install nftables -y
sudo systemctl enable nftables
sudo systemctl start nftables
# Aktuelle Regeln anzeigen
sudo nft list ruleset
sudo nano /etc/nftables.conf
#!/usr/sbin/nft -f
# Bestehende Regeln löschen
flush ruleset
# inet-Familie deckt IPv4 und IPv6 ab
table inet filter {
chain input {
type filter hook input priority 0; policy drop;
# Loopback-Schnittstelle erlauben
iif lo accept
# Bestehende Verbindungen erlauben
ct state established,related accept
# ICMP (Ping)
ip protocol icmp accept
ip6 nexthdr icmpv6 accept
# SSH
tcp dport 22 accept
# HTTP/HTTPS
tcp dport { 80, 443 } accept
# Protokollieren und ablehnen
log prefix "nftables-drop: " drop
}
chain forward {
type filter hook forward priority 0; policy drop;
}
chain output {
type filter hook output priority 0; policy accept;
}
}
# Konfiguration anwenden
sudo nft -f /etc/nftables.conf
# Syntax prüfen (ohne Anwenden)
sudo nft -c -f /etc/nftables.conf
# iptables NAT
sudo iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE
sudo iptables -t nat -A PREROUTING -p tcp --dport 80 -j DNAT --to-destination 192.168.1.10:80
# nftables NAT-Äquivalent
table ip nat {
chain prerouting {
type nat hook prerouting priority -100;
tcp dport 80 dnat to 192.168.1.10:80
tcp dport 443 dnat to 192.168.1.10:443
}
chain postrouting {
type nat hook postrouting priority 100;
oif eth0 masquerade
}
}
# nftables Rate Limiting
chain input {
tcp dport 22 limit rate 3/minute burst 5 packets accept
tcp dport 22 drop
}
# nftables Sets (eingebaut)
table inet filter {
set blocked_ips {
type ipv4_addr
elements = { 1.2.3.4, 5.6.7.8 }
}
chain input {
type filter hook input priority 0; policy drop;
ip saddr @blocked_ips drop
tcp dport 22 accept
}
}
# Konvertierungstool installieren
sudo apt install iptables-nftables-compat -y
# Bestehende iptables-Regeln konvertieren
iptables-save | iptables-restore-translate -f /etc/nftables.conf
ip6tables-save | ip6tables-restore-translate >> /etc/nftables.conf
# 1. Bestehende iptables-Regeln sichern
sudo iptables-save > /root/iptables-backup.txt
# 2. nftables-Konfiguration erstellen
sudo nano /etc/nftables.conf
# 3. Konfiguration testen
sudo nft -c -f /etc/nftables.conf
# 4. nftables aktivieren
sudo systemctl enable nftables
sudo nft -f /etc/nftables.conf
# 5. iptables deaktivieren
sudo systemctl disable iptables
sudo systemctl stop iptables
# 6. Regeln überprüfen
sudo nft list ruleset
Seit Ubuntu 20.04 und Debian 10 führt der Befehl iptables tatsächlich den iptables-nft-Wrapper aus — er verwendet also nftables im Hintergrund. Verwenden Sie iptables-legacy für echtes iptables.
nftables ersetzt iptables in modernen Linux-Systemen. Es bietet konsistentere Syntax, einheitliche IPv4/IPv6-Verwaltung und bessere Leistung. Wählen Sie nftables für neue Installationen; planen Sie eine Migration für bestehende iptables-Infrastruktur.
Technisch möglich, aber nicht empfohlen. Widersprüchliche Regeln können zu unerwartetem Verhalten führen. Auf modernen Systemen verwendet der iptables-Befehl bereits das nftables-Backend. Wählen Sie eines und bleiben Sie konsistent.
UFW ist auf iptables aufgebaut. Auf Ubuntu 20.04+ Systemen verwendet UFW nftables über den iptables-nft-Wrapper. Wenn Sie nftables direkt verwenden möchten, deaktivieren Sie UFW.
Nein, wenn der nftables-Dienst aktiviert ist und /etc/nftables.conf korrekt konfiguriert ist, sind die Regeln dauerhaft. Aktivieren Sie den Dienst mit 'sudo systemctl enable nftables'.
Ja. Fail2Ban unterstützt das nftables-Backend. Setzen Sie 'banaction = nftables-multiport' in /etc/fail2ban/jail.local, damit Fail2Ban nftables-Regeln erstellt.
Sie ist konsistenter und lesbarer als iptables. Sobald die Grundkonzepte (Tabelle, Kette, Regel) verstanden sind, ist sie relativ einfach zu erlernen. Der Befehl 'nft list ruleset' zeigt aktuelle Regeln in einem lesbaren Format.
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